Kritische Infrastruktur sichern: Brennstoffzellen-Cluster CPN fordert schnelleres Handeln beim Mitglieder-Treffen

  • Branchennetzwerk Clean Power Net (CPN) lädt zum Anwender-Workshop für Brennstoffzellen in der kritischen Infrastruktur
  • Erfolgreiche Anwenderbeispiele aus Telekommunikationsindustrie und digitaler Infrastruktur als Blaupausen für Projekte in ganz Deutschland
  • Regulatorische und politische Rahmenbedingungen notwendig für einen zuverlässigen Ausbau 

(Berlin/ Bonn, 19.10.2022) Das Branchennetzwerk Clean Power Net (CPN) lud am Dienstag zu einem Anwender-Workshop im Telekom Forum Bonn. Im Fokus des Mitglieder- und Expertentreffens stand die sichere und klimaschonende Stromversorgung kritischer Infrastruktur durch den Einsatz von Brennstoffzellen-Technologien. Eine Vielzahl langjähriger Anwender, Anbieter und Experten diskutierten Best Practice-Beispiele sowie den aktuellen förderpolitischen Rahmen beim Einsatz von Brennstoffzellensystemen in Deutschland.

„Die Verwendung von Brennstoffzellen im Bereich digitaler Infrastrukturen ist dringlicher denn je. Wir haben eine zuverlässige und klimaschonende Lösung an der Hand, die bereits in zahlreichen Einsatzgebieten erprobt ist. Die vielen erfolgreichen Anwenderbeispiele beim gestrigen Treffen der CPN-Partner haben dies eindrucksvoll vor Augen geführt“, erklärt Christoph von Knobelsdorff, Geschäftsführer der NOW GmbH, die das CPN-Netzwerk begleitet. 

Ob Energiekrise, Nord Stream oder die aktuellen Diskussionen um die Versorgungssicherheit in Deutschland: Stromausfälle, Netzinstabilität oder Sabotage sind Probleme, die an der Tagesordnung stehen und die Sicherheit von Wirtschaft und Gesellschaft bedrohen. Im Kontext von Gaskrise und Klimazielen ist die Frage der ökologischen und zuverlässigen Stromversorgung kritischer denn je. Beim gestrigen Anwender-Workshop des Branchennetzwerks CPN standen deshalb unter anderem der Einsatz von Wasserstoff in der Telekommunikationsindustrie, bei der Stromversorgung von Großveranstaltungen und der Primärstromversorgung von großskaligen Infrastrukturen und Netzknotenpunkten im Fokus.

Unter den Gästen, die Einblicke in die Projekte ihrer Unternehmen gegeben haben, waren auch Melanie Kubin-Hardewig, Vice President Group Corporate Responsibility der Deutschen Telekom AG, sowie zahlreiche CPN-Partner und Brennstoffzellensystem-Anbieter.

„Brennstoffzellen bieten das Potenzial, kritische und digitale Infrastruktur besonders zuverlässig und klimafreundlich mit Strom zu versorgen. Die Technologie ermöglicht eine große Bandbreite an Anwendungen, ist in Deutschland vielfach demonstriert und kommerziell erhältlich“, sagt Andreas Saft, CPN-Sprecher und Leiter der Serviceeinheit Ausrüstung bei der DB Bahnbau Gruppe GmbH. 

Brennstoffzellen gewinnen an Aufmerksamkeit

Neben ihrer Zuverlässigkeit, Effizienz und Klimafreundlichkeit, bringt die vielfach erprobte Brennstoffzellen-Technologie auch anwendungsspezifische Vorteile mit sich: So erhöht der Einsatz im Güterverkehr und bei Verkehrsleitsystemen beispielsweise die Verfügbarkeit der Kontroll- und Messsysteme und verursacht deutlich weniger Kosten bei Wartung und Service. Mehrere tausend Brennstoffzellensysteme sind bereits in Behördenfahrzeugen, Messstationen und für die Absicherung von Baustellen im Einsatz. Ebenso im Bereich des digitalen Behördenfunks (BOS-Net), kommen die spezifischen Vorteile der Technologie wie niedrige Betriebskosten durch Fernwartung und lange Überbrückungszeiten bereits seit über zehn Jahren zum Tragen.

„Herkömmliche Netzersatzanlagen und Notstromaggregate sind äußerst wartungsintensiv, verursachen Lärm und werden in der Regel mit Diesel betrieben, wodurch sie hohe CO2-Emissionen ausstoßen. Der aktuelle, landesweite Aufruf an Unternehmen und Behörden neue Notstromaggregate anzuschaffen, ist deshalb der perfekte Anlass, um auf klimafreundliche und wartungsarme Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie umzusteigen“, erläutert der stellvertretende CPN-Sprecher Björn Ledergerber, Senior Vice President Hydrogen und Corporate Development bei SFC Energy AG. 

Ziel von Clean Power Net ist es, gemeinsam mit Anbietern, Anwendern und F&E-Institutionen Best Practices auszutauschen und den Einsatz von Brennstoffzellen für die sichere und klimaschonende Stromversorgung voranzutreiben.


Über CPN

Clean Power Net (CPN) wurde 2010 von 12 Unternehmen gegründet, um den Einsatz der Brennstoffzellentechnologie insbesondere für digitale und kritische Infrastrukturen konzertiert und nachhaltig voranzubringen. Initiator des Netzwerks ist die NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Das CPN zählt heute 19 Partner und wird als Innovationscluster mit Mitteln des NIP II durch das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur gefördert.

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