Anwenderworkshop Direktmethanol-Brennstoffzellen-Systeme

08.05.2014

Das Institut für Energie- und Klimaforschung – Elektrochemische Verfahrenstechnik (IEK-3) am Forschungszentrum Jülich bietet Ihnen im Rahmen des Anwenderworkshops die Gelegenheit neue Anwendungen für effiziente Energieversorgung-smodule auf Basis von Direktmethanol-Brennstoffzellen (DMFC) kennenzulernen.

Mögliche Anwendungen sind:

– Backup Stromversorgung
– Stromversorgung für kleine, mobile Fahrzeuge
– Bordstromversorgung
– portable Stromversorgung
– netzferne Stromversorgung

Unser Institut entwickelt Direktmethanol-Brennstoffzellen (DMFC-Systeme) im Leistungs-bereich 500 W bis 5 kW. Unserer Meinung nach sind diese DMFC-Systeme für diverse Anwendungen aufgrund ihre großen Reichweite und der einfachen Betankung eine interessante Alternative zu Batterien. Das IEK-3 hat deshalb in den letzten Jahren einen deutlichen Schwerpunkt auf die Erforschung und Entwicklung der DMFC-Technologie gesetzt.
Wir haben erfolgreich den Batterietrog eines Horizontal-Kommissionierers (ECE 220, Fa. Jungheinrich) durch ein DMFC-Hybridsystem ersetzt, eine Langzeitstabilität von 20.000 Betriebsstunden nachgewiesen und damit ihre Praxistauglichkeit unter Beweis gestellt.

Nun arbeiten wir im Rahmen des Helmholtz-Validierungsfonds an der Entwicklung und Realisierung eines 2 kW DMFC-Systems als Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) für Mobilfunksendestationen. Wir möchten den Anwenderworkshop dazu nutzen, Ihnen die vorliegenden Zwischenergebnisse dieser Entwicklung zu demonstrieren und gleichzeitig möchten wir mehr über potenzielle Anwendungen erfahren.

Daher wünschen wir uns von Ihnen die Einbringung praxisrelevanter Anforderungen an ein DMFCUSV- System. Außerdem sollen in der Diskussion neue Einsatzgebiete und deren Einsatzprofile diskutiert werden. In diesem Zusammenhang werden noch einmal die zu erreichende Zielkosten der Technik diskutiert. Hierbei ist Ihr Feedback zur Wirtschaftlichkeit unseres DMFC-USV-Systems gefragt.

Demgegenüber bieten wir Ihnen einen Einstieg in diese vielversprechenden Technologie und im Ausblick eine weitere Zusammenarbeit zur Optimierung und Vermarktung dieser Entwicklung.

Sollten Sie ebenfalls DMFC-Hybrid-Systeme als Option für eine effiziente Energieversorgung Ihrer Anwendung sehen, dann melden Sie sich bis zum 30. April per Mail (Martin Müller: mar.mueller@fz-juelich.de) an.

Für den Anwenderworkshop fallen keine Teilnahmegebühren an.

Geplante Tagesordnung:
– Begrüßung
– Einführung in das Thema
– Demonstration Systemaufbau
– Gemeinsamer Imbiss
– Anforderungen USV-System
– Diskussion weiterer Anwendungen & deren Anforderungen
– Diskussion der Systemkosten
– Nach Ende: Möglichkeit zur Institutsbesichtigung

Informationen

Über Direktmethanol-Brennstoffzellen: Direktmethanol-Brennstoffzellen wandeln den flüssigen Brennstoff Methanol direkt in elektrischen Strom um. Daher sind DMFC für unterschiedliche Anwendungen attraktiv, vor allem jedoch als Batterie- bzw. Akkuersatz, da zum einen die DMFCSysteme durch die hohe Energiedichte des Methanols längere Betriebszeiten ermöglichen und zum anderen durch kurzzeitiges Tanken lange Batterieladezeiten entfallen.

Unsere Erfahrung liegt in der Entwicklung und Erprobung von effizienten Energieversorgungsmodulenauf der Basis von Direktmethanol-Brennstoffzellen in der kW-Klasse. Seit über 10 Jahren verfolgen wir konsequent diese Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.

Unsere Stärke liegt in der Verwendung eines integrativen Forschungsansatzes zur DMFCSystementwicklung aus einer Hand. Dabei werden alle wissenschaftlich und technisch relevanten Subsysteme und deren Verschaltung betrachtet und nach der Erprobung analysiert. Die Ergebnisse dieser Analysen gehen wiederum in die nächste Generation unserer Entwicklungen ein.

Unsere Arbeiten reichen von der Untersuchung der elektrochemischen Reaktionen an optimierten Elektrodenstrukturen, der Charakterisierung von neuen Membranen, der Optimierung von Zellkomponenten wie der Membran-Elektroden-Einheit (MEA) oder der Verteilerstruktur und deren Herstellungsmethoden, der Charakterisierung von MEAs bis zur Stack- und Systementwicklung. Unterstützt werden die Arbeiten durch physikalisch-chemische Grundlagenuntersuchungen.