01.06.2019

Neues Wasserstoff-Testfeld am ZBT vorgestellt

Wasserstoff ist essentiell für das zukünftige Energiesystem auf Basis regenerativer Stromerzeugung. Er dient dabei als Energiespeicher und Kraftstoff für die Mobilität. Um den Aufbau einer geeigneten Wasserstoff-Infrastruktur für die Mobilität zu erforschen, entsteht am Campus der Universität Duisburg-Essen, von Bund und Land gefördert, ein einmaliges Wasserstoff-Testfeld mit Laboren und Tankstelle. Dieses hat das Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) im Beisein von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am 26. Juni 2019 vorgestellt.

 

Das Wasserstoff-Testfeld umfasst verschiedene Elektrolyse-Verfahren, eine Testplattform für Wasserstoff-Tankstellen, eine mobile Wasserstoff-Befülleinheit und ein Wasserstoff-Qualitätslabor. Die gesamte Kette von der Erzeugung von Wasserstoff über die Tankstellentechnologie (u.a. mit Kompression, Speicherung, Kühlung und Zapfpistolen) bis hin zur Abgabe an Fahrzeuge wird dort abgebildet. Damit können sowohl Einzelkomponenten für die Wasserstoff-Infrastruktur weiterentwickelt und erprobt als auch unter systemischen Aspekten optimierte Tankstellenkonzepte entwickelt und getestet werden. Das Wasserstoff-Qualitätslabor steht für die Erarbeitung eines Qualitätsmanagements für Tankstellen bzw. für die Überwachung der Wasserstoffqualität an Deutschen und Europäischen Tankstellen zur Verfügung. Darüber hinaus werden mit dem Labor die Weiterentwicklung der Wasserstoff-Infrastruktur und die Optimierung der Brennstoffzellentechnologie unterstützt.

Ministerpräsident Laschet betonte die Rolle des Wasserstoffs im Klimaschutz: „Wasserstoff hat besondere Potenziale, er ist ein vielseitiger Energieträger, Wasserstoff kann in der Stromerzeugung und als Kraftstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge eingesetzt werden und dabei CO2-reiche Kraftsoffe ersetzen“. Besonders lobte Laschet das ZBT als international führendes Forschungsinstitut für Wasserstofftechnik am Standort in Nordrhein-Westfalen.

„Die Abbildung der gesamten Kette der Wasserstoff-Infrastruktur für die Mobilität von der Erzeugung bis zur Abgabe an Fahrzeuge sowie dem angeschlossenen Qualitätslabor ist in der Form bislang einzugartig.“ So Dr. Christian Spitta vom ZBT. „Wir wollen mit der Industrie die Effizienz, die Sicherheit, die Qualität, die Wirtschaftlichkeit sowie die Verfügbarkeit und regulatorische Rahmenbedingungen einer geeigneten Wasserstoff-Infrastruktur hier im realen Aufbau untersuchen und erproben.“ Die Anlagen wurden aus Mitteln unterschiedlicher Förderpojekte des Landes NRW (MobFuelH2) und der Bundesministerien BMBF (Carbon2Chem), BMVI (HyLab) und BMWi (H2TestOpt) finanziert.

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