03.12.2018

Deponiegas-BHKW versorgt Kreishaus mit Energie

Nur sechs Kilometer Rohrleitung trennt die Kreisverwaltung Borken von ihrer regenerativen Strom- und Wärmequelle auf der Deponie Hoxfeld.

Seit einiger Zeit setzt der Kreis Borken auf die Verwertung des bei der energetischen Deponie- und Bioabfallverwertung anfallenden Deponiegases. Die dafür im Kreishaus errichtete Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK) mit einer Leistung von 250 kWel versorgt die Kreisverwaltung und benachbarte Kreispolizei mit Strom und Wärme. Diese Kombination dient als pragmatische Ablösung der Kohleheizung, die nach 30 Jahren in den Ruhestand verabschiedet wurde. Der Einsatz des Deponiegas-Blockheizkraftwerks (BHKW) reduziert die CO2- Emissionen um 1.200 Tonnen pro Jahr und deckt den jährlichen Strombedarf zu etwa 90 Prozent und den Wärmebedarf zu 75 Prozent im Kreishaus.

Auch der Haushalt des Kreises profitiert: Zwar hat das Vorhaben rund 2,2 Millionen Euro gekostet, wovon etwa 90 Prozent der Ausgaben über das kommunale Investitionsfördergesetz des Bundes gefördert wurden. Allerdings sollen die technischen Neuerungen rund zwei Millionen Euro an Energiekosten in den nächsten 15 Jahren einsparen. In Sachen Nachhaltigkeit punktet die neue Energieversorgung durch die Verlegung von Vorrichtungen in den Rohrleitungen, die das Beimischen anderer brennbarer Gase wie Bio- oder Klärgas erlaubt. Dadurch lässt sich die Energieversorgung selbst dann fortsetzen, wenn künftig die Menge und Qualität an Deponiegas abnimmt. Mit dem Projekt setzt der Kreis Borken seine Strategie zur Steigerung der Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien fort: Seit 2014 wird ein Berufskolleg in Borken mit der Abwärme aus einer landwirtschaftlichen Biogasanlage versorgt.

Die kreiseigene Gesellschaft EGW betreibt zusätzlich seit vielen Jahren Photovoltaik- und Windenergieanlagen an ihren Standorten.

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