13.11.2017

Brennstoffzelle elektrisiert Rechenzentren

Gemeinsam mit Hewlett Packard Enterprise (HPE), Power Innovations (PI) und dem National Renewable Energy Laboratory (NREL) setzt Daimler Brennstoffzellentechnologie, wie sie etwa im GLC F-Cell zum Einsatz kommt, in stationären Energieversorgungssystemen für Rechenzentren ein. Die Nutzung der Stromspeicher treiben unter anderem das Daimler-Tochterunternehmen NuCellSys und das Innovationszentrum Lab1886 voran.

„Die Marktreife von automobilen Brennstoffzellensystemen ist heute unbestritten. Sie sind alltagstauglich und stellen eine vielversprechende Option für den Mobilitätssektor dar. Aber das Potenzial von Wasserstoff jenseits des Automobils – Stichwort Energie-, Industrie- und Heimlösungen – ist vielfältig und erfordert die Entwicklung neuer Strategien. Skaleneffekte und Modularisierung sind dabei wichtige Themen“, sagt Christian Mohrdieck, Leiter Brennstoffzelle bei der Daimler AG und Geschäftsführer der Daimler-Tochter NuCellSys.

Das Konzept eines wasserstoffbasierten, CO2-freien Rechenzentrums besteht aus Brennstoffzellen, Elektrolyseur, Speicher, Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Durch die Kombination der Systeme möchten die Partner die Instabilität und Variabilität von erneuerbaren Energiequellen ausgleichen. Die Idee: Der Grundstrombedarf des Rechenzentrums wird von Solar- und Windkraftanlagen abgedeckt. In Situationen, in denen die erzeugte Solar- und Windenergie den Bedarf des Rechenzentrums übersteigt, kann die überschüssige Energie via Elektrolyse zur Erzeugung von Wasserstoff verwendet werden.

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Automotive IT
Autor: Werner Beutnagel
Ressortleiter News/Online bei Media-Manufaktur GmbH